Eugenio Zampighi
1859 Modena – 1944 Maranello
Lebhafte Darstellungen von Menschen in bäuerlichen Trachten und einfacher Kleidung, in idyllischem Zusammensein, prägen die Werke Eugenio Zampighis. In Gesprächen, im Spiel oder vertrautem Beisammensein entstehen harmonische Atmosphären.
Nach seinem ersten Studium an der Kunstakademie seiner Geburtsstadt Modena bei Antonio Simonazzi (1824-1908), setzte er in den 1880er Jahren seine Ausbildung an den Kunstakademien in Rom und Florenz fort.
Seine Arbeiten erfreuten sich nicht nur in Italien, sondern auch europaweit großem Anklang, der sich in Preisen und Käufen äußerte. Vor allem seine Darstellungen des italienischen Landlebens waren bei ausländischen Touristen beliebt.
Die veristischen Historiengemälde eines Giovanni Muzzzioli (1854-1894) inspirierten ihn ebenso wie die bäuerlichen Genrebilder eines Gaetano Chierici (1838-1920). Mit Liebe zum Detail zeigen sich seine Szenen im Stil der Florentiner Macchiaioli-Schule, eine Verbindung von toskanischen Malern, die sich zwischen 1855 und 1870 zusammengetan hatte. Sie verband, ähnlich der Schule von Barbizon, die Neigung zur Freilichtmalerei und die Stellung gegen die Akademie. Fleckenhafter Auftrag der Farbe und starke Hell-Dunkel-Kontraste waren für diese Maler charakteristisch.
