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Künstler Biografie

Franz Lenk. Wasserburg am Bodensee. Öl / Eitempera/ Malkarton. 42 x 62cm

Wasserburg am Bodensee

Franz Lenk

1898 Langenbernsdorf – 1968 Schwäbisch Hall

Nach einer Lehre als Dekorationsmaler und als Lithograf begann Franz Lenk 1916 ein Studium der Malerei bei Richard Müller (1874-1954) und Ludwig von Hofmann (1861-1945) an der Dresdner Akademie, was er während des Ersten Weltkrieges unterbrechen musste. 1922 nahm er sein Studium an der Dresdner Akademie bei Richard Dreher (1875-1932) wieder auf. Als Meisterschüler von Ferdinand Dorsch (1875-1938) und Max Feldbauer (1869-1948) machte er seinen Abschluss. Während seiner Studienzeit eröffnete er ein eigenes Atelier in Dresden, mit dem er 1925 nach Lausa umzog.

Ein Jahr später siedelte er nach Berlin über. Dort integrierte er sich recht schnell in der örtlichen Kunstszene und gründete gemeinsam mit Theo Champion (1887-1952), Adolf Dietrich (1877-1957), Hasso von Hugo (1897-1945), Alexander Kanoldt (1881-1939), Franz Radziwill (1895-1983) und Georg Schrimpf (1889-1938) die Künstlergruppe „Die Sieben“. Gemeinsam grenzten sie sich von politisch veristischen und sozialkritischen Darstellungen ab und konzentrierten sich vielmehr auf eine kühle und präzise Gegenständlichkeit.

1933 wurde Lenk zum Professor an die Vereinigte Staatsschule in Berlin berufen. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied im Präsidialrat der Reichskammer der bildenden Künste. Ab 1936 übernahm er einen der Vorstandsposten der Berliner Secession. Obwohl er mit Machtergreifung der Nationalsozialisten sowohl in Kulturkreisen der Regierung, als auch auf einigen regimetreuen Ausstellungen vertreten war, verweigerte er aus Protest gegen die Diffamierung seiner verfolgten Kollegen und gegen die Kunstpolitik des Staates 1937 die Beteiligung an der Großen Deutschen Kunstausstellung in München und legte sein Lehramt nieder.

1959 zog er nach Schwäbisch Hall und übernahm dort die Stelle als Kulturbeauftragter.

Seine ruhigen Landschaften gibt er in kühlen Farben wieder. Eine persönliche Abgrenzung zum Geschehen seiner Zeit, aber auch seine nüchterne Betrachtungsweise seiner Umgebung stechen in seinen Werken hervor.