Georg Burmester
1864 Barmen – 1936 Heikendorf
Durch seinen Vater Adolf Burmester (1823-1909) geprägt, der neben seiner Arbeit als Gymnasiallehrer selbst künstlerisch tätig war und Veduten von Kiel und Umgebung anfertigte, begann er sein Studium 1881 an der Düsseldorfer Kunstakademie unter Heinrich Lauenstein (1835-1910) und Hugo Crola (1841-1910). Nach zwei Jahren wechselte er an die Kunstakademie in Karlsruhe, wo er die Klasse von Gustav Schönleber (1851-1917) besuchte.
1889 machte er seinen Abschluss und zog nach Kiel. Dort recht schnell in der Künstlergemeinschaft aufgenommen, gründete er Mitte der 1890er Jahre die Schleswig-Holsteinische Künstlergenossenschaft mit, die sich zum Ziel gesetzt hatte das Schaffen Norddeutscher Künstler durch Wanderausstellungen bekannt zu machen.
Gemeinsam mit Fritz Stoltenberg (1855-1921) eröffnete er 1905 eine Malschule in Kiel. Ein paar Jahre später setzte er seine Lehrtätigkeit an der Kunstakademie in Kassel fort, nachdem er von Hans Olde (1855-1917) dorthin berufen wurde. 1917 übernahm er schließlich zum Professor ernannt dessen Landschaftsklasse, in der Sepp Vees (1908-1989) zu seinen Schülern zählte.
Bis in die frühen 1930er Jahre reiste er in den Sommermonaten nicht nur in die Kieler Förde, sondern auch nach Italien, Norwegen und Dänemark. Zeitweise hielt er sich auch in der bei den Kieler Förden gelegenen Künstlerkolonie Heikendorf auf, die auf den Kieler Maler Heinrich Blunck (1890-1963) zurückgeht. Heute befindet sich dort das Künstlermuseum Heikendorf.
Vor allem das Meer und die Umgebung der Kieler Förde inspirierten ihn zu seinen Darstellungen, die eine stimmungsvolle Wiedergabe der verschiedenen Licht- und Farbenspiele auf der Wasseroberfläche aufweisen.

