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Künstler Biografie

Max Uhlig. Frauenbüste. 1985. Aquarell. 62 x 52cm

Frauenbüste

Max Uhlig

*1937 Dresden

Die Werke Max Uhligs werden durch ein rhythmisches Liniengeflecht und durch dichte Tupfen verteilte intensive Farbe zum Leben erweckt. Expressive Striche ermöglichen eine Konfrontation mit dem sichtbaren Objekt.
Er schafft eine Freiheit des Sehens und eröffnet dem Blick des Betrachters neue Möglichkeiten der Wahrnehmung.

1955 begann er sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Hans Theo Richter (1902-1969) und Max Schwimmer (1895-1960). 1963 machte er seinen Abschluss als Meisterschüler von Richter an der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin.
Im Anschluss war er bis in die 1990er Jahre freischaffend tätig und verdiente seinen Lebensunterhalt unter anderem als Drucker. Mit Carlfriedrich Claus (1930-1998), Willy Wolff (1905-1985), Heinrich Ehmsen (1886-1964) und Wilhelm Höpfner (1899-1968) arbeitete er gemeinsam an deren Druckwerken.

1995 wurde er als Professor an die Hochschule für Bildende Künste in Dresden berufen, wo er die Klasse für Malerei übernahm. Ein Jahr später gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Sächsischen Akademie der Künste und übernahm einen Platz in der Jury für den Villa Romana-Preis in Florenz.

Neben seinen Druckgrafischen Werken und malerischen Arbeiten schuf er 2011 Entwürfe für die Ausführung der Glasfenster der Johanniskirche in Magdeburg. Auch in diesen Kunstwerken arbeitete Uhlig mit strahlenden Farben und bewegten Linien, die durch das Spiel mit dem Licht eine Eigendynamik entwickeln.

2018 schenkte er zahlreiche seiner Kunstwerke und sein Wohn- und Atelierhaus in Dresden der Kulturstiftung Sachsen und gründete gleichzeitig das Max Uhlig Haus als internationale Künstlerresidenz.