Carl Frederik Aagaard

1833 Odense – 1895 Kopenhagen

Die Hofeinfahrt

Öl / Leinwand    42 X 56 cm

Signiert und datiert.     1891

Der dänische Landschaftsmaler Carl Frederik Aagaard studierte ab 1852 an der Kunstakademie in Kopenhagen unter Georg Christian Hilker (1807-1875). Zeitgleich arbeitete er als Holzschneider und Radierer bei seinem Bruder Johan Peter Aagaard (1818-1879).
Er verließ nach einem Jahr die Akademie, um Privatunterricht bei Peter Christian Skovgaard (1817-1875) zu nehmen.
Um 1860 begann er als Assistent Hilkers Wandmalereien in der landwirtschaftlichen Hochschule und der Universität in Kopenhagen zu schaffen. Auch fertigte er gemeinsam mit Heinrich Hansen (1821-1890) Malereien in der Kapelle Christian IV. im Dom in Roskilde an.
Kurz zuvor konnte der Künstler seine Werke das erste Mal ausstellen und legte so einen der Grundsteine für seinen Erfolg.
1874 begann er eigenständig Aufträge anzunehmen und schmückte unter anderem einen Innenraum im Königlichen Theater in Kopenhagen und 1877 verschiedenen Waldkapellen in Frijsborg.
Außerdem erhielt er zahlreiche Preise, unter anderem den Neuhaus-Preis 1857 und den Sødrings-Preis 1865.
1870/71 machte er dank seines Ancker-Stipendiums das erste Mal eine Studienreise nach Italien. 1875/76 folgte eine Zweite, an deren Anschluss er weiter nach Norwegen reiste.
1874 trat er der dänischen Akademie als Mitglied bei.
In seinen Arbeiten wurde er stark von Skovgaard beeinflusst.
Die Motive seiner Landschaften entnahm er meist aus Nordseeland, aber auch von seinen Reisen aus Italien.
Anfangs noch anmutig werden seine Motive im weiteren Verlauf seiner Schaffensphase immer kräftiger. Naturschilderungen und Strandbilder gehören ebenso dazu wie das bäuerliche Leben.
Allen seinen Werken ist eine freundliche Stimmung und eine leicht verständliche Darstellung gemein.

„Die Hofeinfahrt“ zeigt sein Können. Den Blick durch eine Toreinfahrt auf den Hof eines ländlichen Hauses werfend, steht der Betrachter einem Besucher gleich vor der Einfahrt.
Ein, mit Ried gedecktes Dach, Vorhänge mit bäuerlicher Malerei und eine Sitzgruppe mit leeren Bierflaschen strahlen eine offene Freundlichkeit aus, die sich mit Blick auf die Einfahrt noch verstärkt.
Sonnenschein, pickende Hühner und zwei spielende Kinder zeugen von weiterem Leben auf dem Hof. Man fühlt sich willkommen und bekommt gleichzeitig einen Eindruck vom alltäglichen Leben.
Unterstrichen wird das Ganze von einer weitläufigen Feldlandschaft im Hintergrund.