Francois Maurice Roganeau

1883 Bordeaux – 1973 Aix-en-Provence

Portrait de jeune fille

Öl /Leinwand     116 x 73 cm

Signiert und datiert.    F.Roganeau 1903

Der Maler Francois Maurice Roganeau begann sein Studium zunächst an der Beaux-Arts de Bordeaux unter dem Bildhauer Gaston Veuvenot Leroux und Paul Quinsac. Mit dem Wechsel an die Beaux-Arts de Paris beendete er sein Studium unter Jean-Léon Gérôme und Gabriel Terrier. 1912 stellte er im Salon des Artistes Francais 1912 aus. Einer Kunstausstellung, die jedes Jahr im Rahmen der Art Capital stattfand. Ein paar Jahre später rekonstruierte er das Deckenfresko von Jean-Baptiste-Claude Robin im Grand Théâtre in Bordeaux. 1929 wurde er schließlich als Direktor an die Beaux-Arts de Bordeaux berufen. Roganeau, ein vielseitiger Künstler, der nicht nur als Maler, sondern auch als Illustrator, hauptsächlich für den Verlag Henri Laurens, tätig war. 

„Portrait de jeune fille“ zeigt wie genau er sich mit seinen Motiven auseinandergesetzt hat. Als Ganzkörper-Portrait angelegt, steht der Betrachter einem jungen Mädchen gegenüber, dass in sonntäglicher Kleidung und mit aufwendigem Kopfschmuck präsentiert wird. Ohne den genauen Hintergrund des Models zu kennen, fällt direkt der missmutige, leicht trotzige Blick ins Auge, der etwas typisch Kindliches hat und vermuten lässt, dass die gesamte Situation nicht unbedingt den Zuspruch der Portraitierten gefunden hat. Obwohl der Maler sich nur auf das Model selbst konzentriert, gelingt es ihm die Stimmung des Moments einzufangen und an den Betrachter zu vermitteln. Francois Maurice Roganeau schafft es, dass allein die Mimik des Mädchens ausreicht um das Portrait und seinen Hintergrund zu verstehen und wahrzunehmen.

 

 

 

Literatur:

  • Metz: Francois Maurice Roganeau; in: Thieme-Becker Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd.28, E.A.Seemann Verlag, Leipzig, 1958