Gustav Hilbert
1900 Dortmund – 1981 Hengersberg-Schwarzach
Sonnenbad in den Sylter Dünen
Öl /Leinwand 135 x 152 cm
Signiert und datiert 1938
Verkauft
Mit seinen neusachlichen Werken schuf Gustav Hilbert ein weitgefächertes Oeuvre.
Durch seine breit aufgestellte künstlerische Ausbildung und sein künstlerisches Interesse fertigte er nicht nur Ölgemälde, sondern auch Grafiken und Emailarbeiten.
Eine klare Linie und eine gewisse Schwere, die vor allem in seiner bedeutendsten Schaffensphase zwischen 1920 und 1940 zu finden sind, zu seinem Charakteristikum.
Als Sohn des Dortmunder Kirchenmalers Gustav Hilbert absolvierte er seine erste künstlerische Ausbildung in der Werkstatt seines Vaters. Anschließend besuchte er für einige Semester die Werkkunstschule in Dortmund. Um 1920 wechselte er nach Berlin an die Hochschule der Bildenden Künste und besuchte dort die Klasse von Ferdinand Spiegel (1879-1950). Fünf Jahre war er dessen Meisterschüler bis er in die Klasse von Arthur Kampf (1864-1950) wechselte. Zeitgleich lernte er bei der Leiterin der Emailkasse Frieda Bastanier die Emailtechnik.
Ab 1922 unternahm er zahlreiche Studienreisen durch Europa. Eindrücke dieser Reisen hielt er zeichnerisch fest und verkaufte diese.
1932 wurde er durch Bruno Paul (1874-1968) in Berlin zum Leiter der Email-Werkstatt berufen. Dieses Amt hatte er bis 1941 inne.
Ebenso übernahm er ab 1930 die Klasse für Aktzeichnen.
Kurz vor Antritt seines Kriegsdienstes 1941 übernahm er außerdem die Nachfolge Spiegels.
Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg kehrte er nach Berlin zurück und arbeitete dort als Leitung im werbegrafischen Studio der Rex-Film-Gesellschaft.
Nach Aufteilung Berlins in zwei Sektoren übernahm er die Leitung der künstlerischen Gestaltung an der Fachhochschule für Textil und Mode in Ost-Berlin.
Ende der 1950er Jahre wurde es für ihn unerträglich im Ostsektor und er floh in den Westen. In Wien ließ er sich nieder und nahm dort wieder eine Tätigkeit in der Werbebranche auf.
1963 kehrte er Österreich den Rücken und zog zurück in seine Geburtsstadt Dortmund, wo er bis 1967 die Klasse für künstlerische Ausbildung an der Werbefachschule übernahm.
Während seiner gesamten Lehrtätigkeit gehörten unter anderem Franz Hartmann (1907-1989), Marianne Weingärtner (1917-1995) und Kurt Wendlandt (1917-1998) zu seinen Schülern.


