Min Clara Kim

*1966 Seoul

eingebildete Schöne

Öl / Leinwand               115 x 130cm

Signiert und datiert       2001

 

In fast fotorealistischer Weise fertigt Min Clara Kim ihre Werke, die aus einem Zusammenspiel ostasiatischer Formen- und Motivsprache und westlicher Manier der Ölmalerei bestehen. Sie konzentriert sich auf einen einzelnen Gegenstand oder eine einzelne Person, die meist nur von einem weißen oder differenzierten Raum umgeben sind.
Bei dieser so gut wie hyperrealistischen Darstellungsweise würde es nahe liegen, dass sie nach einem Modell malt. In ihrer künstlerischen Ausfertigung empfindet sie das Objekt jedoch nur nach und spielt so gleichzeitig mit der Seherfahrung des Betrachters und der Suche nach einer neuen universellen Formensprache.

1985 begann Min Clara Kim ihr Studium an der Hong-Ik Universität in Seoul. Fast zehn Jahre später siedelte sie nach Deutschland über, wo sie sich an der Kunstakademie in Münster bei Hermann-Josef Kuhna (1944-2018) einschrieb. 1998 begann sie dort ebenfalls die Meisterklasse, die sie 2002 mit einem Akademiebrief abschloss. Im gleichen Jahr erhielt sie den Kunstpreis der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken.
Nachdem sie 2005 die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten hatte, änderte sie ihren Namen von Min-Seon Kim in Min Clara Kim. Im Jahr darauf gründete sie gemeinsam mit ihrem Atelierpartner Hugo Boguslawski (*1970), Elizabeth Weckes (*1968) und Matthias Brock (*1962) die Künstlergruppe RheinBrücke. Gemeinsam wollen sie das scheinbar Unsichtbare in der optischen Erscheinung von Objekten sichtbar machen. Mit unterschiedlichen Ansätzen und verschiedenen Arten einer stark realistischen Darstellungsweise verfolgen sie ihr gemeinsames Ziel.

Heute lebt und arbeitet die Künstlerin in Düsseldorf.