Jindřich Tomec

1863 Prag – 1928 Wien

Innenansicht der Piaristenkirche in Wien

Öl / Leinwand     120 x 100 cm

Signiert.

Der Maler Jindrich Tomec lernte von 1879-1884 an den Malerwerkstätten des Prager Nationaltheaters. Ab 1887 begann er sein Studium an der Wiener Kunstakademie unter Eduard Peithner von Lichtenfels (1833-1913). 1896 trat der Künstler dem Wiener Künstlerhaus bei und war ab 1923 Mitglied der Böhmischen Kaiser-Franz-Josef-Akademie für Wissenschaften, Literatur und Kunst. Dort lernte er unter anderem Johann Nepomuk Geller (1860-1954) kennen. In seinen Werken beschäftigte er sich hauptsächlich mit Landschaftsdarstellungen. Wie die meisten Schüler von Eduard Peithner von Lichtenfels bildete er am häufigsten Motive aus der Wachau ab, wohin er oft Studienreisen unternahm. Neben den Landschaftsdarstellungen schuf er auch viele Stadt- und Panoramaansichten, Ansichten von Schloss Schönbrunn und Kircheninterieurs.

Sein Gemälde „Innenansicht der Piaristenkirche in Wien“ stellt eine dieser Darstellungen von Kircheninterieurs dar. Er gibt detailgetreu in impressionistischem Stil den Kircheninnenraum wieder. Den Besuch eines Gottesdienstes kann der Betrachter direkt des Gemäldes miterleben. Nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch die Stimmung stellt Jindrich Tomec dar. Ein gut gefüllter Kirchenraum. Die laute Stimme des Pastors. Andächtiges Schweigen und das rascheln der Kleidung der Gottesdienstbesucher. Bilder, die sich im Kopf des Betrachters auftun. Der Maler schafft mit dieser Darstellung ein Stimmungsbild in das man sich direkt einfinden kann. Man befindet sich mit im Kirchenraum.