Lucien Adrion

1889 Straßburg – 1953 Paris

 

Der Künstler Lucien Adrion zog das erste Mal 1907 mit 18 Jahren von Straßburg nach Paris. Dort arbeitete er vorübergehend als Modezeichner. Nach kurzzeitigem Aufenthalt unternahm er Studienreisen nach London, München und Frankfurt. Da sich der Künstler bei Kriegsausbruch 1914 noch innerhalb Deutschlands aufhielt und das Land nicht verlassen konnte, begann er ein Studium im Atelier von Hermann Struck (1876-1944). Nach Kriegsende kehrte er schließlich nach Paris zurück und eröffnete im Künstlerviertel Montparnasse ein Atelier. Dort lernte er einige junge osteuropäische Maler kennen, wie Pinchus Kremegne (1890-1981), Michel Kikoïne (1892-1968) und Chaim Soutine (1893-1943). 

Durch eine weitere Studienreise in die Normandie begann Lucien Adrion sich mit Landschaftsmalerei auseinander zu setzen und konnte mit diesen Werken seine ersten weltweiten Erfolge feiern. 1926 stellte er das erste Mal im Salon des Indépendants aus. Dieser Ausstellung folgten weitere in den 1940er Jahren im Salon d’Automne und Salon des Tuileries. 

Seine Werke sind geprägt von Lebendigkeit. Sie wirken wie Abbildungen von Bewegungsabläufen. Ein Film in einem Gemälde festgehalten. Sie stehen für die innere und äußere Dynamik der menschlichen Gesellschaft. Seine Abbildungen bestehen hauptsächlich aus städtischen Szenen, Arrangements ländlichen Lebens, Landschaftsbildern und Stilleben. Beeinflusst wurde er in seinen Arbeiten von Maurice Utrillo (1883-1955) und Henri Rousseau (1844-1910).