Arnold Balwé

1898 Dresden – 1983 Feldwies am Chiemsee

Schon in seiner Kindheit hatte der Künstler Arnold Balwé viel von der Welt gesehen. Aufgewachsen in Südafrika verbrachte er seine Schulzeit in Bayern. 1920 begann er sein Studium an der Kunstakademie in Antwerpen. Ein Jahr später zog er nach Italien. 1922 wechselte er seinen Wohnort erneut. Diesmal nach München. Dort studierte er bis 1927 an der Akademie bei Karl Casper (1879-1956). Er zählte zu den erfolgreichsten Schülern Caspers und erhielt schon während seines Studiums mehrere Auszeichnungen, unter anderem den Alexander von Humboldt-Preis
Nach Abschluss seines Studiums eröffnete er zwei Ateliers in München und am Chiemsee. Auch unternahm er weitere Studienreisen nach Holland, England, Frankreich, Spanien und Italien. Ab 1928 nahm er an vielen wichtigen Ausstellungen teil, wie die Ausstellung der Neuen Secession in München oder der Rheinischen Sezession in Düsseldorf. 
Durch den Nationalsozialismus wurden seine Werke als „entartet“ eingestuft und er musste seine Arbeit weitestgehend einstellen. Nach Kriegsende zählte er 1946 zu den Mitbegründern der „Neuen Gruppe“ und nahm bis 1983 jährlich an deren Ausstellungen teil.

Seine Werke sind geprägt von einem expressiven Farbduktus, der durch helle, kräftig leuchtende Farben und einem vitalem, pastösen Auftrag gekennzeichnet ist. 

Seine Formen gestaltete er hauptsächlich ohne Konturen und modellierte sie allein aus der aufgetragenen Farbe.

Sein Sujet bestand zum großen Teil aus lyrischen Landschaften und Stilleben.