Bernard Buffet. Vase de Fleurs. vor 1999. Farblithographie. 72 x 53cm

Vase de Fleurs

Bernard Buffet

1928 Paris – 1999 Tourtour

Bernard Buffet studierte am Lycée Carnot und von 1943-45 Kunstgeschichte an der École des Beaux-Arts in Paris.
Während seines Studiums gründete er die Gruppe „L’homme-témoin“. Dort wurde er auf Vermittlung von Georges Rouault (1871-1958) und Maurice Utrillo (1883-1955) von dem Kunsthändler Maurice Girandin unter Vertrag genommen.
Nach seinem Studium lebte der Maler 1950-58 mit Pierre Bergé (1930-2017) zusammen.
In dieser Zeit wurde Buffet von der New York Times als einer von Frankreichs „Fabulous Young Five“ bezeichnet.
Zeitweise galt er sogar als Nachfolger von Pablo Picasso (1881-1973).
Sein Erfolg ging sogar über die Landesgrenzen hinaus. Durch seine stilistischen Tendenzen hin zum Japonismus wurde ihm von Kiichiro Okano 1973 ein Museum mit einer Sammlung von über 2000 Werken in Japan gewidmet.
Genauso wie Tendenzen zum Japonismus zu erkennen sind, können auch existenzielle Motive in seinen Werken gefunden werden.
Nach seinen Vorbildern Rembrandt (1606-1669), Vincent van Gogh (1853-1890), Gustave Courbet (1819-1877), Théodore Géricault (1791-1824) und Henri Edmond Cross (1856-1910) versuchte er in seinen Werken die Welt der Nachkriegszeit durch die Darstellung von Leben im Tod, Bewegung im Stillstand und Erinnerung im Vergessen umzusetzen. In oft knochigen, ausgezehrten Figuren, die in fahlen Farben und schwarz konturiert und vor einen düsteren Hintergründen gestaltet sind, setzt er diese Versuche um.