G.&A. Overbeck. Emanuel Leutze. um 1868. Fotografie

Emanuel Leutze

Emanuel Leutze. George Washington überquert den Fluss Delaware. 1851. Öl / Leinwand.

Washington überquert den Delaware

Emanuel Leutze. Der Weg des Imperiums führt nach Westen. 1861. Wandmalerei.

Der Weg des Imperiums führt nach Westen

Emanuel Leutze. Cortez kämpft sich mit einer stark gepanzerten Truppe zurück nach Tenochtitlan. 1848. Öl / Leinwand.

Cortez kämpft sich mit einer stark gepanzerten Truppe zurück nach Tenochtitlan

Emanuel Leutze

1816 Schwäbisch Gmünd – 1868 Washington D.C.

Emanuel Leutze siedelte 1825 als Kind mit seiner Familie in die USA über. Dort wurde er ab 1834 von John Rubens Smith (1775-1849) in Philadelphia in der Malerei unterrichtet. 1837-39 war er als Wander-Portraitmaler in Virginia und Maryland tätig.
Mit 25 kehrte er nach Europa zurück und studierte dort weiter. Er nahm Privatunterricht bei Carl Friedrich Lessing (1808-1880) und studierte 1841-42 unter Wilhelm von Schadow (1789-1862) an der Kunstakademie in Düsseldorf.
Nach Abschluss des Studienjahres an der Akademie reiste er nach München, Venedig und Rom.
1845 kehrte er nach Düsseldorf zurück. Im Folgejahr unternahm eine weitere Reise nach Amsterdam.
1848 gründete er die Düsseldorfer Künstlervereinigung Malkasten mit.
1852 erhielt er für sein Werk die Große Goldene Medaille für Kunst von der Königlichen Preußischen Akademie in Berlin. 1854 reiste er gemeinsam mit Andreas Achenbach (1815-1910) nach London. 1856 nach München und Berlin.
1859 zog er wieder nach Amerika zurück. Dort erhielt er 1861 den Auftrag für die Ausschmückung der Sitzungssäle des Kongresses und des Senats im Washingtoner Kapitols. „Der Weg führt nach Westen“ (1861) ist eines der bekanntesten Wandgemälde aus der Serie und neben dem folgenden Werk sein erfolgreichstes.
Am bekanntesten jedoch und vor allem in Amerika sehr beliebt ist sein Gemälde „Washington überquert den Delaware“ (1851).
Es hängt als Kopie in den Amtsräumen des Präsidenten im Weißen Haus, wird als Postkarten, Briefmarken, Sammeltassen und in Schulbüchern reproduziert. Als „amerikanisches Nationalgemälde“ könnte es fast bezeichnet werden. Eine Verbindung aus seinem Herkunftsland Amerika und seiner Wahlheimat Düsseldorf im Rheinland. Ein Meilenstein der amerikanischen Geschichte verortet Leutze hier vermutlich auf dem Rhein. Zu schmal für den Fluss Delaware überquert Washington in dieser Version einen mit Eisschollen gespickten Rhein.

Im Jahr vor dem Auftrag im Kapitol bekam er eine Vollmitgliedschaft an der National Academy of Design, bei der er ab 1843 eine Ehrenmitgliedschaft inne hatte.

In oft dramatisch bewegten Inszenierungen und höfischen Szenen befasst er sich in seinen Werken inhaltlich vor allem mit den Konfessionskämpfen in der englischen und spanischen Geschichte. Aber auch die amerikanische Geschichte macht einen Teil seiner Werke aus.
Vor allem im amerikanischen Markt waren seine Arbeiten beliebt.
Der Einfluss der Düsseldorfer Schule, zu der er als Künstler gezählt wird, wird vor allem in seiner malerischen Bezugnahme auf Schriftstücke deutlich.