Erich Kips. Hong Kong. vor 1932.

Straße in HongKong

Erich Kips. Helgoland. vor 1945

Helgoland

Erich Kips. Potrait eines Mädchens. vor 1945. Öl / Leinwand. 52 x 34cm

Portrait eines Mädchens

Erich Kips. Motor Passagierschiff Orinoco im Hamburger Hafen. Postkarte nach Erich Kips.1928

Passagierschiff Orinoco im Hamburger Hafen

Erich Kips

1869 Berlin – 1945 ebenda

Der Sohn des Künstlers Johann Friedrich Kips (1791-1867) und Bruder des Malers Alexander Kips (1858-1910) begann mit 18 Jahren eine Ausbildung an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums in Berlin unter Emil Doepler d.J. (1855-1922) und Max Friedrich Koch (1859-1930).
1889 schrieb sich Erich Kips an der Kunstakademie in Karlsruhe ein. Er besuchte hauptsächlich die Portraitklasse von Caspar Ritter (1861-1923).
Ein Jahr später war er neben Franz Skarbina (1849-1910) und Marie Davids (1847-1905) Privatlehrer der Malerin Margarethe Raabe (1863-1947).
1893 unternahm er eine Reise in die USA. Dort erstellte er ein Deckengemälde („Allegorie der Germania“) für das Deutsche Haus der Weltausstellung 1893 in Chicago.
Auch arbeitete er in dieser Zeit mit Otto Lessing (1846-1912) an der Gestaltung der Haupthalle der deutschen Sektion.
Zwischen 1892-98 schuf er für das Preußischen Abgeordnetenhaus monumentale Wandgemälde.
In dieser Zeit unternahm er eine dreijährige Italienreise währenddessen er viele aquarellierte Landschafts- und Architekturstudien anfertigte.
1896/97 besuchte er die Académie Julian in Paris und studierte dort unter William Bouguereau (1825-1905), Eugène Girardet (1853-1907) und Gabriel Ferrier (1847-1914).
Im Folgejahr nahm er an der Großen Münchner Kunstausstellung (GMK) teil. Auch stellte er 1901 bei der Großen Berliner Kunstausstellung (GBK) aus.
Nach zahlreichen Aufträgen und Ausstellungen fertigte Kips 1919 gemeinsam mit Fritz Grotemeyer (1864-1947) zum 50. Hafengeburtstag Wilhelmshavens eine monumentale Auftragsarbeit an, die das erste preußische Panzergeschwader von 1871 zeigte.
1924 stellte er im Rahmen einer Schau der Künstlergruppe „die Aehre“, zu der Künstler wie Martin Frost (1875-1928), Heinrich Möller (1835-1929) und Willy Brandes (1876-1946) zählten in der Galerie Eduard Schulte in Berlin aus.
Sechs Jahre später unternahm er eine fünfmonatige Weltreise mit dem Luxusdampfer „Resolute“, mit dem er 1932 erneut in See stach. Häufig taucht dieses Schiff in seinen Werken auf.
Im gleichen Jahr, in dem er das erste Mal an der Kreuzfahrt teilnahm, wurde er in Dresslers Kunsthandbuch aufgenommen, das über 32.000 Künstler, Altertumsforscher, Kunstgelehrte und Kunsthistoriker führte, die in den 1920er Jahren in Deutschland lebten.
1942 schuf er im Foyer des vierten Ranges der Berliner Staatsoper gemeinsam mit Professor Ernst Fey Wandbilder.
Auch war er von 1911-39 Mitglied des Vereins Berliner Künstler (VBK).

Anfangs war Erich Kips hauptsächlich als Figurenmaler tätig. Auch fertigte er in dieser Zeit Genrebilder mit allegorischen Darstellungen an.
Im weiteren Verlauf seiner Schaffensphase widmete er sich mehr und mehr Landschafts- und Stadtansichten. Besonders Hafen- und Marinedarstellungen gehörten zu seinen Hauptmotiven.
Auch Wandmalereien und Grafiken lassen sich zu seinen Werken zählen.