Portrait Fritz von Wille. 1892

Fritz von Wille, 1892

Fritz von Wille. Die blaue Blume. vor 1941

Die blaue Blume

Fritz von Wille. Ansicht von Reifferscheid. vor 1941. Öl / Leinwand. 60 x 80cm

Ansicht von Reifferscheid

Fritz von Wille. Meeresbrandung auf Sylt. 1894.

Meeresbrandung auf Sylt

Fritz von Wille

1860 Weimar – 1941 Düsseldorf

Fritz von Wille zählte zu den bedeutendsten Eifelmalern des 19. / 20. Jahrhunderts, der schon zu seinen Lebzeiten den Spitznamen „Der Eifelmaler“ trug.
Durch seine Eltern August von Wille (1828-1887) und Clara von Wille (1837-1883) bekam Fritz von Wille schon künstlerische Begabung mit. Sein Vater, ein spätromantischer Landschafts- und Genremaler, und seine Mutter, eine Tiermalerin unterstützten ihn in seiner Ausbildung.
1879-82 studierte er unter Andreas Müller (1811-1890) und Heinrich Lauenstein (1835-1910), später auch unter Peter Janssen d.Ä. (1844-1908) an der Kunstakademie in Düsseldorf.
Schon zu Beginn seines Studiums brachte er sich mit zahlreichen Skizzen die Landschaftsmalerei autodidaktisch bei.
Während seiner Studienzeit unternahm er mehrere Reisen durch Deutschland. Dabei besuchte er unter anderem Hessen, den Harz, Schwarzwald und Thüringen.
1885, 1886 und 1891 reiste er zu Studienzwecken an die italienische Riviera und 1904 und 1925 nach Norwegen.
1886 trat er der Düsseldorfer Künstlervereinigung Malkasten bei.
Zur gleichen Zeit begann er ebenfalls regelmäßig in die Eifel zu reisen, wo er ab 1899 seinen Zweitwohnsitz hatte. Anfangs in Reifferscheid. 1911 siedelte er dann in die Burg Kerpen um.
1910 wurde ihm der Professoren-Titel verliehen.
Nach seiner Stationierung im Ersten Weltkrieg in Frankreich, wurde er nach Rückkehr aus dem Krieg zum Opfer der Inflation und geriet in finanzielle Schwierigkeiten. Auch fand er nicht mehr zu dem Erfolg, den er vor dem Krieg hatte.

Anfangs wurde er in seinem Werk stark von seinem Vater beeinflusst. Im weiteren Verlauf seiner Schaffensphase orientierte er sich mehr und mehr an dem Detailrealismus der Düsseldorfer Malerschule und fand nach und nach zu einem impressionistischen lockeren Pinselstrich.
Nach seinen Italienreisen in den 80er und 90er Jahren waren Einflüsse von Oswald Achenbach (1827-1905) und Eugen Dücker (1841-1916) erkennbar. Zu seinen bekanntesten Werken zählte „Die blaue Blume“, die 1908 von Kaiser Wilhelm I. Erworben wurde und die er in zahlreichen Kopien vervielfältigte.