Helmuth Macke. Selbstporträt. um 1910

Selbstbildnis, um 1910

Helmuth Macke. Kühe vor Heugarben.

Kühe vor Heugarben

Helmuth Macke. Porträt von Grete Hagemann. 1920

Porträt von Grete Hagemann

 

Helmuth Macke. Stillleben.

Helmuth Macke

1891 Krefeld – 1936 Gaienhofen

Helmuth Macke stand als einer der Krefelder Expressionisten mit seiner Malerei zwischen Expressionismus, Konstruktivismus und Abstraktion. 
Auch wenn er Zeit seines Lebens im Schatten seines Vetters August Macke (1887-1914) stand, schuf er mit seinen Arbeiten außergewöhnliche Werke seiner Zeit. 

1906 begann er sein Studium bei Jan Thorn-Prikker (1868-1932) an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule, der heutigen Hochschule Niederrhein, in Krefeld. Mit seinen beiden Mitschülern Heinrich Campendonk (1889-1957) und Walter Gisker teilte er sich ab 1908 ein Atelier. 
Nach seinem Abschluss 1909 reiste er an den Tegernsee, wo er Franz Marc (1880-1916) kennen lernte, der ihm daraufhin seine Sommerwohnung in Sindelsdorf zur Verfügung stellte. 

Bei einem längeren Aufenthalt in Berlin lernte er Erich Heckel (1883-1970) kennen. Über diesen kam er mit den Mitgliedern und der Kunst der „Brücke“ in Kontakt. Zur gleichen Zeit hielt er sich häufig im Umfeld der Künstlergruppe „Blauer Reiter“ auf und ließ sich von deren Arbeiten beeinflussen.

1925 kehrte er wieder nach Krefeld zurück. In den folgenden Jahren pendelte er häufig zwischen Krefeld und Bonn bis er 1930 für längere Zeit nach Ascona reiste. Gemeinsam mit Christian Rohlfs  (1849-1938) und Marianne von Werefkin (1860-1938) arbeitete er dort eng zusammen. Ein Jahr später wurde er jedoch auf Grund des Verkauf einiger Werke als „erwerbstätiger Ausländer“ verwiesen und kehrte nach Krefeld zurück. 

Nach seiner Rückkehr erhielt er durch den Industriellen Karl Gröppel den Auftrag für die Anfertigung des „Blauen Zimmers“, das sich heute im Kaiser-Wilhelm-Museum in Krefeld befindet.

Ende der 1920er Jahre erhielt er den Rom-Preis der Villa Massimo. Gemeinsam mit Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), Georg Schrimpf (1889-1938) und Heinrich Ehmsen (1886-1964) verbrachte er einige Monate in Rom. 
1933 zog er an den Bodensee, wo er kurz nach seinem Umzug bei einem Segelausflug ertrank. 

Seine meist bunt kolorierten Arbeiten stehen ganz in der Manier des Expressionismus und lassen deutlich den Einfluss des Stils des Blauen Reiters, vornehmlich eines Franz Marc erkennen. Ebenso wirkt sich auch der Einfluss seines Freundes Campendonk auf sieben Arbeiten aus.