Henriette Ronner-Knip. Portrait. 1895

Henriette Ronner-Knip, 1895

Henriette Ronner-Knip. Ruhende Katze. 1894. Öl / Holz. 31,5 x 46cm

Ruhende Katze

Henriette Ronner-Knip. Gute Freunde. vor 1909. Aquarell. 50 x 40cm

Gute Freunde 

Henriette Ronner-Knip. Klavierstunde. 1897. Öl / Holz. 33 x 44cm

Klavierstunde

Henriette Ronner-Knip

1821 Amsterdam – 1909 Brüssel

Henriette Ronner-Knip erlebte schon zu ihren Lebzeiten große Beliebtheit ihrer Werke, sodass sich der Preis für einzelne Gemälde zwischen 1840 und 1880 verzehnfachte. 

Ihre erste Ausbildung erhielt die Künstlerin von ihrem Vater, dem Maler Joseph August Knip (1777-1847). Gemeinsam mit ihrem Bruder wuchs sie in Paris, Den Haag und s’-Hertogenbosch auf.
In dieser Zeit widmete sie sich vor allem der Brabanter Landschaft, den Gehöften und Tieren. 
1836 begann sie erfolgreich in europäischen Salons auszustellen, sodass sie ihre Familie nach der Erblindung ihres Vaters finanziell unterstützen konnte.
Die Brabanter Landschaften wurden nun mehr und mehr von sentimental-anekdotischen Szenen mit Nutz- und Haustieren abgelöst. 
Nach dem Tod ihrer Eltern 1848 zog die Künstlerin nach Amsterdam. Dort wurde sie als erste Frau in die Künstlervereinigung Arti et Amicitiae aufgenommen, was ihre künstlerische Akzeptanz vor Ort repräsentierte. Zwei Jahre später heiratete sie Feico Ronner (1819-1883). Gemeinsam zogen sie nach Brüssel um. Auch dort erfuhr sie schnell künstlerischen Erfolg. Im gleichen Jahr trat sie dem Cercle Artistique et Littéraire de Bruxelles, der Société libre de beaux-arts und der Société Belge des Aquarellistes bei. 
1890 erhielt Ronner-Knip ihre erste Retrospektive in London. Neben zahlreichen Ausstellungen erhielt die Künstlerin 1887 den Leopoldsorden und 1901 den Orden von Oranje-Nassau. 
Der Illustrator Alfred Ronner (1851-1901) und die Stilllebenmalerinnen Alice (1857-1957) und Emma Ronner (1860-1936) erhielten das künstlerische Talent ihrer Mutter und traten in ihre Fußstapfen. 
Durch den Einfluss von Joseph Stevens (1816-1892) konzentrierte sie sich in den 1850/60er Jahren auf die naturalistische Darstellungen von Hunden. Ab den 1870er Jahren wurden Darstellungen von Katzen Immer häufiger. Besonders beliebt waren ihre Tierportraits, wie das Portrait des Schoßhündchen der Königin. Ende des 19. Jahrhunderts wurden ihre Darstellungen immer schlichter. Sie konzentrierte sich nun auf das Tier selbst und wandte sich vom Realismus ihrer früheren Werke ab und der impressionistischen Malweise zu. Eine gekonnte Wiedergabe der Felltextur, der Augen und der Farbe waren für sie charakteristisch.