Max Beckmann

1884 Leipzig – 1950 New York

Nach seiner Ablehnung an der Kunstakademie in Dresden nahm Max Beckmann ab 1900 sein Studium an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar unter Carl Frithjof Smith (1859-1917) auf. 
1903 zog er nach Paris und setzte dort sein Studium an der Académie Colarossi fort. Die, in dieser zeit entstandenen, Bilder zerstörte der Künstler fast gänzlich. 
Ein Jahr später siedelte er nach Berlin über. 1906 nahm er an der Ausstellung der Berliner Secession in Weimar teil, erhielt im selben Jahr den Ehrenpreis des Deutschen Künstlerbundes und setzte sein Studium für ein Jahr an der Villa Romana in Florenz fort. 
1907 trat er schließlich der Berliner Secession bei und gründete sieben Jahre später die Freie Secession mit. 
Nach mehreren Ausstellungen ab Anfang der 1920er Jahre übernahm Max Beckmann 1925 die Meisterklasse an der Städelschule in Frankfurt. 1933 musste er, wie viele andere Künstler, seine Ämter niederlegen und seine Kunst wurde als „entartet“ eingestuft. 
1937 floh der Künstler schließlich nach Amsterdam. Nach mehreren gescheiterten Visa-Anträgen konnte er 1947 mit seiner Familie in die USA übersiedeln. Dort nahm er eine Professur an der Washington University Art School in St. Louis an. 1949 wechselte er für einen weiteren Lehrauftrag an die Kunstschule des Brooklyn Museum in New York.

Künstlerisch vollzog Max Beckmann nach seinen Erlebnissen im Ersten Weltkrieg einen Wandel. Durch seinen Einsatz als freiwilliger Sanitäter an der Front erlitt er einen psychischen Zusammenbruch. Daher bekam seine Malweise ab 1916 expressionistischere Merkmale. Er nahm mehr und mehr eine zeitkritischen ironisierende Haltung ein, die durch seine verrätselte, komplexe und subjektive Symbolsprache nicht jedem zugänglich war.