Jacob Hilsdorf. Max Liebermann. 1904

Max Liebermann, 1904

Max Liebermann. Papageienmann. 1900. Öl / Leinwand. 85 x 63cm

Papageienmann

Max Liebermann. Blumenstauden im Wannseegarten. 1919. ÖL / cardboard. 49 x 74cm

Blumenstauden im Wannseegarten

Max Liebermann. Amsterdamer Waisenmädchen. 1876. Öl / Leinwand. 67 x 89cm

Amsterdamer Waisenmädchen

Max Liebermann

1847 Berlin – 1935 ebd.

Mit 16 Jahren erhielt Max Liebermann das erste Mal privaten Zeichenunterricht bei Eduard Holbein (1807-1875) und Carl Steffeck (1818-1890).
Auf Wunsch seines Vater immatrikulierte er sich 1866 an der Philosophischen Fakultät der Universität in Berlin. Allerdings besuchte er dort keine Veranstaltungen und arbeitete stattdessen im Atelier von Carl Steffeck.
Dort lernte er auch Wilhelm von Bode (1845-1929) kennen.
Zu Anfang kopierte er hauptsächlich Werke von Jean-Auguste-Dominique Ingres (1780-1867), Adolph Menzel (1815-1905) und Tizian (1488-1576). 
Ab 1868 schrieb er sich an der Kunstschule in Weimar ein und studierte dort unter Ferdinand Pauwels (1830-1904) und Charles Verlat (1824-1890).
Im deutsch-französischen Krieg wurde er 1870 vom Kriegsdienst freigestellt und reiste mit Theodor Hagen (1842-1919) als Sanitäter nach Metz. 
Dort lernte er durch seinen Begleiter Werke von Mihály Munkácsy (1844-1900) kennen.
Nach Kriegsende reiste er nach Paris. Bei seinem Aufenthalt ließ er sich von Gustave Courbet (1819-1877), Charles-François Daubigny (1817-1878) und anderen Vertretern der Schule von Barbizon, vor allem von Jean-François Millet (1814-1875), inspirieren.
1877 nahm er weiteren Unterricht bei Karl Koepping (1848-1914) in Berlin und lernte dort die Kunst der Radierung kennen.  
Bei einer anschließenden Italienreise lernte er Franz Seraph von Lenbach (1836-1904) kennen und siedelte auf dessen Rat nach München über.
Dort löst er bereits 1879 mit seinem Gemälde „Der zwölfjährige Jesus im Tempel“ einen Skandal aus, der eine Debatte im bayrischen Landtag zur Folge hatte. Ab diesem Zeitpunkt mied der Maler christliche Bildthemen, da sich der Skandal nicht gegen seine Malweise richtete, sondern antisemitisch begründet war. Die breite kunstinteressierte Öffentlichkeit empfand es als Schande, dass ein Jude Jesus mit Schläfenlocken, rotem kurzem Haar und ärmlichen Kittel darstellte. – Max Liebermann bemalte später diese Version. – einige Münchner Künstler wurden allerdings dadurch auf ihn aufmerksam. Unter anderem Wilhelm Leibl (1844-1900). 
Bei seiner Hochzeitsreise 1884, die er und seine Frau gemeinsam mit Jozef Israels (1824-1911) und Frau in die Niederlande machten, lernte er durch Israels die Künstlerkolonien in Laren, Katwijk, Zandvoort, Zweeloo und Dongen kennen und ließ sich dort von deren Malstilen beeinflussen.
1892 gründete er in Berlin mit Walter Leistikow (1865-1908) und Franz Skarbina (1849-1910) die „Vereinigung der XI“.
Ab 1920 hatte er das Amt des Präsidenten der Berliner Akademie inne, von dem er 1932 aus gesundheitlichen Gründen zurück treten musste. Ihm wurde das Ehrenamt des Präsidenten verliehen. 1933 wurde er jedoch auch aus diesem Amt enthoben.