Ludwig von Zumbusch

1861 München – 1927 ebenda

Portrait Hildegard Pschorr, 1915

Öl u. Mischtechnik / Leinwand   40 x 50 cm

Signiert.  „L.v.Zumbusch“

rückseitig bezeichnet.

Der Sohn des Künstlers Caspar Ritter von Zumbusch (1830-1915), Ludwig von Zumbusch, begann sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien unter Christian Griepenkerl (1839-1912) und Carl Wurzinger (1817-1883). 1882 wechselte er an die Kunstakademie in München und setzte sein Studium unter Wilhelm von Lindenschmidt d.J. (1829-1895) fort. An der Académie Julian in Paris schloss er sein Studium unter William Adolphe Bourguereau (1825-1905) und Tony Robert-Fleury (1837-1911) ab.
Während seiner Studienzeit unternahm er mehrere Reisen nach Italien, Holland, Dalmatien und in die Türkei.
1905 nahm er in München eine Professur an der Kunstakademie an und wurde im gleichen Jahr in den Ritterstand erhoben.
Auch gehörte er der Münchner Sezession an und arbeitete an der Münchner Zeitung „Jugend“ mit.
Der Maler fertigte hauptsächlich Portraits an, im Besonderen Kinderportraits.
Seine meist pastelligen Landschaften, die aus gekratzten Details und dezenten Farben bestehen, zeigen seine Nähe zum Jugendstil.

Auch sein Portrait von Hildegard Pschorr ist in diesem Stil gestaltet. Mit rosigen Wangen lächelt das Mädchen den Betrachter mit offenem Mund an. Sie hebt sich vor einer hügeligen Flusslandschaft ab. Pastose Farben und an eine aufgekratzte Oberfläche erinnernd erscheint das Portrait nicht real. Auch wenn das Mädchen scheinbar detailliert wiedergegeben ist, bekommt man das Gefühl einer traumhaften Erscheinung.

Literatur:

  • Ludwig von Zumbusch, in: Thieme-Becker Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 36, E.A.Seemann Verlag, Leipzig, 1958