Ernst Max. étoile de mer. 1950. Exemplar V/LX. 44,5 x 28,5cm

Étoile de Mer

Max Ernst

1891 Brühl – 1976 Paris

Max Ernst erhält schon früh Malunterricht von seinem Vater, der als Autodidakt zeichnet und malt.
1910 beginnt er an der Universität in Bonn sein Studium in Altphilologie, Philosophie, Psychologie und Kunstgeschichte.
In dieser Zeit kommt er in Bonn und Köln mit Werken des „Blauen Reiter“, der Kubisten und Futuristen in Kontakt.
1911 lernt er August Macke (1887-1914) kennen, mit dem ihn eine enge Freundschaft verbinden wird.
Auch lernt er während dieser Zeit Robert Delaunay (1885-1941), Guillaume Appollinaire (1880-1918) und Hans Arp (1886-1966) kennen.
Bei zahlreichen Reisen nach Paris besuchte er mehrfach das Atelier des Bildhauers Augustin Rodin (1840-1917).
Im Anschluss an diese Reisen machte er seine ersten Ausstellungserfahrungen im Kreis der rheinischen Expressionisten, was in seinem Frühwerk deutlich zu sehen ist.
Ab 1909 lassen sich dann erste Einflüsse durch Vincent van Gogh (1853-1890) erkennen, aber auch von Georges Seurat (1859-1891), Henri Matisse (1869-1954), Wassily Kandinsky (1866-1944) und der Futuristen.
In seinem Werk versuchte er also verschiedene Gattungen, Epochen und Gestaltungsprinzipien in einer Synthese zu vereinen. Neben diesen Künstlern der Avantgarde fand er auch Inspiration in Werken der Alten Meister, aber auch in denen der Volkskunst und Bauernmalerei. 
1914 wurde er zum Militärdienst eingezogen. Seine dortigen Erfahrungen verarbeitete er anschließend in starkfarbigen Aquarellen.
1918 heiratete er seine erste Frau, die Kunsthistorikerin Louise Amelie Straus (1893-1944). Zusammen zogen sei nach Köln und beteiligten sich dort an der Gründung der Gesellschaft der Künste (GdK) als rheinische Sektion des Berliner Arbeitsrates für Kunst.
Ein Jahr später besuchte er Paul Klee (1879-1940) in München und lernte dort Arbeiten der Zürcher Dadaisten kennen.
Zurück in Köln gehörte er zu den Künstlern, die sich zu einer Dada-Bewegung zusammen schlossen. Gemeinsam mit Theodor Baargeld (1892-1927), Hans Arp, Hanns Bolz (1885-1918), Angelika (1899-1923) und Heinrich Hoerle (1895-1936), Anton Räderscheidt (1892-1970) und Franz Wilhelm Seiwert (1894-1933) stellte er das erste Mal Werke dieser Richtung aus.
Auch veröffentlichte er gemeinsam mit Baargeld die Zeitschrift „Die Schammade“, in der der Kölner Anschluss an die internationale Dada-Szene dokumentiert wurde.
1922 verließ er seine Frau und siedelte nach Paris über. Dort wohnte er bei Gala (1894-1982) und Paul Éluard (1895-1952), mit dem er einige Schriften, wie den Gedichtband „Répétitions“ und „Les malheurs des immortels“ herausbrachte.
Neben diesen Schriften verfasste er noch zahlreiche weitere Schriften, unter anderem veröffentlichte er 1934 den Text „Was ist Surrealismus?“ Im Ausstellungskatalog des Kunsthauses in Zürich.
Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wird Ernst mehrfach in französischen Lagern interniert.
1941 gelingt im eine Emigration in die USA, wo er die Kunstsammlern Peggy Guggenheim (1898-1979) heiratete. Zwei Jahre später ließen sie sich allerdings wieder scheiden.
1946 heiratet er erneut. Diesmal die Künstlerin Dorothea Tanning (1910-2012) in einer Doppelhochzeit mit Man Ray (1890-1976) und Juliet Browner (1911-1991).
1948 erhielt der Künstler schließlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. 
Nach seiner erneuten Übersiedlung nach Paris 1953 erhielt er schließlich 1958 auch die französische Staatsbürgerschaft.