Hugo Erfurth. Portrait Otto Dix

Otto Dix

1891 Gera – 1969 Singen

Der Maler Otto Dix schloss 1909 eine vierjährige Lehre als Dekorationsmaler in Gera ab. Anschließend begann er sein Studium an der Kunstgewerbeschule in Dresden, wo er bis zu seiner freiwilligen Meldung zum Kriegsdienst 1914 blieb. Inspiriert wurde er in dieser Zeit durch Werke Vincent van Goghs (1853-1890), die er 1912 in einer Ausstellung in Dresden gesehen hatte. Auch Werke von deutschen Expressionisten und Futuristen beeinflussten ihn in seiner Arbeit. Nach Kriegsende schloss er sein Studium 1922 an der Dresdner Akademie ab. Während dieser Studienzeit freundet er sich mit Conrad Felixmüller an (1897-1977). 1919 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der „Dresdner Sezession-Gruppe 1919“. Dort lernte er George Grosz (1893-1959) kennen. 1920 nahm Otto Dix and er „Ersten Internationalen Dada-Messe“ in Berlin teil. Angespornt durch die dort gesehene Kunst wurde er 1922 Meisterschüler an der Kunstakademie in Düsseldorf und schloss sich dem Kreis um die Galeristin Johanna Ey, auch genannt „Mutter Ey“, (1864-1947) an und wurde Mitglied der Künstlerbewegung „Das Junge Rheinland“. 1924 trat der Maler der „Berliner Secession“ bei. Ein Jahr später stellte er bei der Ausstellung „Neue Sachlichkeit“ in Mannheim ein Teil seiner Werke aus. 1927 kehrte er nach Dresden zurück und nahm dort eine Professur an der Kunstakademie an. 1933 musste er diese jedoch auf Veranlassung der Nationalsozialisten wieder niederlegen. 1937 wurden schließlich seine Werke in der Ausstellung „Entartete Kunst“ ausgestellt.

Ursprünglich konnten die Werke Otto Dix’ als expressionistisch bewertet werden. Ab etwa 1920 änderte sich dies jedoch zu einer realistischeren Malweise, die sich teilweise in eine Übersetzung und schonungslosen Darstellung des alltäglichen Lebens wandelte. Die Herabsetzung durch die Nationalsozialisten beeinflusste ihn psychisch jedoch so stark, dass er sich mehr und mehr zurück zog und sich von diesem Zeitpunkt an weniger kritischen Bildthemen widmete. Landschaftsmalerei und allegorische und christliche Motive zählten nun zu seinem Sujet.